Achtung, Fake! We are living in a fake, fake, world.

Geschrieben am 11.02.2019

We are living in a fake, fake, world.

Täuschung hat es natürlich schon immer gegeben. Aufgrund der stetig zunehmenden Geschwindigkeit des Alltags durch Technologien und durch eine Unfülle an ( wenn auch oft eben unrichtigen) Informationen wird es jedoch immer schwieriger Schein und Sein auseinander zu halten.

Kürzlich sorgte in etwa ein Journalistenskandal für Aufregung. So soll der mehrfach ausgezeichnete Autor Claas Relotius etliche seiner Reportagen zumindest in Teilen gefälscht haben.

Immer häufiger kommt es zu Internetbetrügereien. So wird der Onlineshop gefakt; sind immer wieder Kundenbewertungen gefakt.

Daher bei Onlinekäufen immer genau das Impressum anschauen. Gibt es das Unternehmen tatsächlich. Scheint zum Beispiel bei einer deutschen Adresse nur eine vierstellige Postleitzahl auf, so weiß man, dass da etwas nicht stimmt ( verfügt doch eine Postleitzahl in Deutschland über fünf Ziffern). Es empfiehlt sich die Angabe der Adresse mittels „google map“ zu überprüfen. Stimmt die Adresse nicht, gibt es später niemanden der belangt werden kann.

Es kam bereits vor, dass Betrüger Zimmer für Ferienzwecke vermietet haben. Die tatsächlichen Eigentümer staunten dann nicht schlecht, als plötzlich urlaubsfreudige Menschen vor ihrer Haustür standen. Vorsicht bei Vorauszahlungen.

Weiters ist es wichtig sich die gesamten Kundenbewertungen genau anzuschauen, nicht nur die aktuellsten.

Mehr hierzu auch unter:

https://oe3.orf.at/stories/2963618/

Aber auch das Ausbildungsangebot wird immer vielfältiger und so wird es immer schwieriger eine Ausbildung/ einen Titel zu überprüfen. So gab es bereits vor etlichen Jahren eine Kabinettschefin, welche als „ falsche Magistra“ für Negativschlagzeilen sorgte.

Immer wieder stellt sich im Nachhinein heraus, dass ein Vortragender, oder auch ein in einer Presseaussendung „beworbener“ Mensch tatsächlich gar nicht über die angegebene Qualifikation verfügt. Dies kann natürlich sehr imageschädigende Negativberichterstattung mit sich bringen. Mitunter könnte dann auch in etwa das PR unternehmen, welches unüberprüft die Angaben über den Werdegang in der Pressearbeit verwendet hat, zur Verantwortung gezogen werden.

Informieren Sie sich über die jeweilige Bildungseinrichtung, dies nicht nur bei Kandidaten, sondern bevor Sie sich selbst für eine bestimmte Ausbildung erscheinen. Ist deren Ausbildung im Inland akkreditiert? Welche Berufsbefähigung erreichen Sie mit einer bestimmten Ausbildung? Bei Zweifeln über den Lebenslauf ersuchen Sie den Bewerber, Kandidaten , den Vortragenden ob Sie sich direkt bei der Bildungseinrichtung oder früheren Arbeitgebern Informationen können.

Wer unrechtmäßig einen akademischen Titel führt, begeht eine Verwaltungsübertretung gemäß des Universitätsstudiengesetzes ( UniStG), es droht eine Geldstrafe von € 700,– bis € 14.000,- ( geregelt ist dies in § 69 UniStG).

Schindluder wird auch im Forschungsbereich betrieben. So wurde schon zur Unterstreichung mancher Seriosität und Kompetenz eine angebliche „ wissenschaftliche Studie“ angeführt, welche jedoch tatsächlich dem wissenschaftlichen Standard nicht entsprechend durchgeführt worden ist bzw. von der dazu gehörenden Forschungseinrichtung nicht abgenommen worden ist.

Für das Weiterkommen auf der wissenschaftlichen Karriereleiter sind Publikationen unabdingbar. So werden mitunter Forschungsergebnisse (gegen Geld) bei Verlagen publiziert, die die grundlegenden Regeln der wissenschaftlichen Qualitätssicherung missachten. Der deutschen Medienberichterstattung zufolge hätten bereits mehr als 5000 deutsche Wissenschaftlicher bei dubiosen Verlagen publiziert.

https://diepresse.com/home/kultur/medien/5466874/Medien-decken-unserioese-Forschungspublikationen-in-grossem
Dass sehr viele Fotos mittels Photoshop bearbeitet werden, ist hinreichend bekannt. Manchmal weicht das Foto dann so von der Realität ab, dass man sich fragt warum überhaupt noch echte Models eingesetzt werden.

Da weil ist es doch umso sympathischer, wenn nicht alles langweilig getunt ist.

Positives Beispiel für Ehrlichkeit ist da der www.avaganza.com blog von Mag. Verena Irrschik
https://www.avaganza.com/allgemein/im-a-fake-fake-girl-in-a-fake-fake-world-wen-kuemmerts/

 

 
Haben Sie weitere Fragen, dann wenden Sie sich bitte an Rechtsanwältin Mag. Katharina Braun unter office@rechtsanwaeltin-braun.at