Immer weniger Frauen in Vorständen

Geschrieben am 26.01.2019

In Österreich findet eine Tradierung der Geschlechterrollen statt.
Chefrolle ist nach wie vor mehrheitlich Männersache.
Der Anteil des Frauenanteils in Vorständen geht zurück, so sind 9 von 186 Vorständen Frauen.
Der Anteil der weiblichen Vorstandsmitglieder der im Wiener Börsen Index ( WBI) gelisteten Unternehmen ging 2018 von 6,0 auf 4,8 Prozent zurück. Österreich schneidet damit im internationalem Vergleich schlecht ab- so liegt vergleichsweise in Deutschland der Anteil von Frauen in Vorständen börsennotierter Unternehmen bei derzeit 8,6 Prozent. Diese Einfrierung der Geschlechterrollen im Wirtschaftsleben kann mit wirtschaftlichen nachteiligen Erfolgen für Österreich verbunden sein. Denn Unternehmen, bei welchen sich die Teams heterogen zusammensetzen, sind oft auch wirtschaftlich erfolgreicher. Zudem sind Unternehmen, in welchen für Frauen kaum eine Karrieremöglichkeit besteht, weniger für Frauen als Arbeitgeber interessant.
Bei den Aufsichtsräten zeigt die Frauenquote hingegen, wenn auch noch immer von einer 50/50 Zusammensetzung noch lange nicht die Rede ist, Wirkung. So ist seit dem Inkrafttreten der gesetzlichen Frauenquote im Jänner 2018 der Frauenanteil in den Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen deutlich von 18,8 auf 23,2 Prozent gestiegen. Jedes vierte Unternehmen, welches gesetzlich zur Berücksichtigung der Frauenquote verpflichtet ist, kommt jedoch dieser Verpflichtung nicht nach.

Im Blog von Agnes Goebel (www.dieloewin.at) spricht Rechtsanwältin Braun nun regelmäßig über die Sichtbarkeit/ Bedeutung von Frauen, dies sowohl in der Gesellschaft als auch im Beruf. Viele Frauen verfügen über eine tolle Ausbildung, viel Können und viel Erfahrung. Die Rollen die Frauen einnehmen können, sind und sollen vielfältig sein. Will eine Frau ausschließlich Mutter sein, so ist das toll ( dann sollten aber auch gesetzliche Adaptierungen erfolgen, zB Stichwort Vorsorgeausgleich nach dem deutschen Vorbild), Frauen sollen aber eben auch Karriere machen, ihre Ausbildung in den Beruf einbringen können ( hierzu braucht es endlich einer bundesweiten ausreichenden Kinderbetreuung, Väterkarenz nach dem schwedischen Modell, etc), dies ohne sich von der Gesellschaft dem Vorwurf aussetzen zu müssen, eine Rabenmutter zu sein.
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