25.11.2025 18.30 Podiumsdiskussion rund um die aktuelle Situation von Verfahren zu Sexualstrafdelikten
Podiumsdiskussion: Von der „Gruppenvergewaltigung“ zum glatten Freispruch
Sexueller Missbrauch und Gewalt an Mädchen und Frauen – Freisprüche, milde Urteile, überforderte Sozialarbeiter und Lehrer, besorgte Eltern, allein gelassene und verhöhnte Opfer.
Podiumsdiskussion mit Mag.a Katharina Braun, Mag.a Maria Rösslhumer, Mag.a Pia Hoffmann und Clemens Neuhold, MSc., Moderation: Andrea Czak, MA | Dienstag, 25. November 2025 | Beginn: 18:30 Uhr

Fotocredit Pixabay
Raum für Interaktion
Obere Donaustraße 43/Stiege 1, 1020 Wien
Sexueller Missbrauch und Gewalt an Mädchen und Frauen – Freisprüche, milde Urteile, überforderte Sozialarbeiter*innen und Lehrer*innen, besorgte Eltern, allein gelassene und verhöhnte Opfer.
Der Fall eines 12jährigen Mädchens und der einer Lehrerin, welche einem monatelangen, sexuellem Martyrium ausgesetzt war, machen sehr betroffen. Dies sind aber nur zwei Beispiele von vielen. Denn nur ein Bruchteil der sexuellen Gewalttaten wird zur Anzeige gebracht, die Gesamtverurteilungsrate liegt in Österreich bei unter 9 Prozent. 2023 wurden 1652 Vergewaltigungen angezeigt und 127 Verurteilungen ausgesprochen (also noch weniger als 8,6 Prozent).
Die jüngst medial bekannt gewordenen Fälle sorgen für viel Unverständnis und werfen viele Fragen auf. Gibt es hier Schlupflöcher in der Gesetzgebung, welche es den Tätern erleichtert, ungeschoren oder mit wenig Strafe davon zu kommen? Wie sollte bzw. muss die Gesetzgebung verändert werden, um die Situation für die Opfer zu verbessern? Wo muss präventiv angesetzt werden, damit es zu solchen furchtbaren Taten möglichst gar nicht kommt? Was geht in einem Opfer psychologisch vor und wie kann diesem nach der Tat am besten geholfen werden?
Lasst uns miteinander reden und diskutieren was jede*r Einzelne*r von uns tun kann und was gemeinsam, als Gesellschaft. Es ist Zeit für Interaktion und Aktion.
Die Teilnahme ist kostenlos, aber verbindlich, da die Plätze beschränkt sind, bitte daher bei Verhinderung um rechtzeitige Absage.
Es besteht die Möglichkeit per Mail an office@verein-fema.at vorab Wünsche an die Regierung, Ängste und Anregungen an den Verein FEM.A zu schreiben, welche von diesem zusammengefasst und sodann der Justizministerin Dr.in Anna Sporrer gesammelt übermittelt werden.
Anmeldung in diesem link
https://verein-fema.at/event/von-der-gruppenvergewaltigung-zum-glatten-freispruch/
Mag.a Katharina Braun ist selbstständige Rechtsanwältin in Wien. Von 2004 bis 2008 war sie Redakteurin für den ORF, danach war sie freie Journalistin für die Tageszeitung „die Presse“. Sie ist außerdem eingetragene Mediatorin. Zusätzlich zu dieser Ausbildung, absolvierte sie die Collaborative Law Ausbildung, die neben der Mediation ein weiteres, alternatives außergerichtliches Konfliktlösungsmodell darstellt. Katharina Braun hält Vorträge an Familienberatungsstellen und an Volkshochschulen. Sie ist Prüfungskommissärin der Rechtsanwaltskammer Wien. https://www.rechtsanwaeltin-braun.at/
Mag.a Maria Rösslhumer war langjährige Geschäftsführerin des Vereins AÖF – Autonome Österreichische Frauenhäuser sowie Leiterin vom europäischen Netzwerk WAVE (Women Against Violence Europe. Seit 2024 ist Mag.a Rösslhumer Beraterin und Gründerin, Vorsitzende des Vereins StoP- Stadtteile ohne Partnergewalt. https://verein-stop-partnergewalt.at/ueber-stop/gruenderin-in-oesterreich/).
Mag.a Pia Hoffmann ist Klinische Psychologin sowie Gesundheits- und Notfallpsychologin in Wien. Durch ihre langjährige Tätigkeit im Flüchtlingsbereich und bei der Frauenhelpline gegen Gewalt hat sich ihr beruflicher Schwerpunkt auf die Arbeit mit Opfern von Gewalt entwickelt. Ein zentraler Teil ihrer Arbeit ist die Begleitung von Frauen in schwierigen Lebenssituationen und der Umgang mit den Folgen von Gewalterfahrungen. Besonders wichtig ist ihr, in der Gesellschaft das Bewusstsein für die weitreichenden psychischen Auswirkungen von Gewalt zu stärken.
Clemens Neuhold, Profil Journalist. Seit 2015 Allrounder in der profil-Innenpolitik. Davor Wiener Zeitung, Migrantenmagazin biber, Kurier-Wirtschaft, er begleitete u.a. das Verfahren rund um das 12jährige Mädchen medial https://www.profil.at/oesterreich/von-der-gruppenvergewaltigung-zum-glatten-freispruch-was-ist-da-passiert/403087796
Justizministerin Frau Dr.in Anna Sporrer sowie eine Traumatherapeutin und die Vertretung einer Opferschutzorganisation sind angefragt, Details folgen.
Moderation:
Andrea Czak, MA, Gründerin und geschäftsführende Obfrau des Vereins Feministische Alleinerzieherinnen – FEM.A (www.verein-fema.at), Advocacy-Expertin in Pflegschafts und Unterhaltsverfahren und der Istanbul-Konvention, Leiterin der FEM.A-Helpline (+43 676 77 21 606) und Moderatorin der FEM.A-Webinare, Initiatorin der Initiative „Wir für Kinderrechte“ (www.kinder-rechte.at) „Stoppt institutionelle Gewalt“ (stoppt-institutionelle-gewalt.vereinfema.at) und „Karriere und Finanzen für Alleinerzieherinnen“ (karriere-und-finanzen.verein-fema.at), Projektleiterin des Projekts „Hilfe für Alleinerzieher*innen“, Vorstandsmitglied des Österreichischen Frauenrings, Mitglied der Allianz GewaltFREI leben, Mitglied des Frauennetzwerks Medien, Mitglied des Frauennetzwerks NPO, Mitglied des Vereins Frauen-Rechtsschutz, Mitglied von WAVE, Mitglied im Österreichischen Dachverband der Opferschutz-gruppen im Gesundheits- und Sozialbereich und Mitglied der Unterarbeitsgruppe „Frauen und Finanzen“ des Bundesministeriums für Finanzen zu den Maßnahmen der Nationalen Finanzbildungsstrategie.